Zum Port des Canonge bei Banyalbufar

Gleich einem Philosophenweg führt die Route durch schattenspendenden Kiefernwald fast unmerklich bergab. Später säumen bizarre Felsformationen den Weg, und es ergeben sich herrliche Ausblicke auf die Steilküste.

Die Wanderung in Kürze
Anspruch: +
Gehzeit 3 Std.
An-/Abstieg:  
Länge: 11km
Charakter: Leichte Wanderung auf einem breiten Waldweg; keine nennenswerten Höhenunterschiede
Ausrüstung: Badesachen
Wanderkarte: Topographische Karte 1:50 000, Blatt Sóller
Einkehr- Möglichkeiten: Zwei Restaurants in Port des Canonge
Anfahrt:

Mit dem PKW:
Auf der 710 von Andratx bzw. aus Richtung Sóller/Valldemossa bis zur S-förmigen Straßenkurve östlich von Banyalbufar zwischen Km 85 und Km 86;Parkmöglichkeit vor dem großen Haus mit der auf fälligen Veranda.


Mir dem Bus:

Sinnvolle Verbindung nur am Sonntag: ab Palma über La Granja Richtung Estellencs um 10 Uhr, vor Banyalbufar zwischen Km 85 und Km 86 aussteigen; Rückfahrt ca. 17 Uhr.

Hinweis: Der Besuch von Galilea lohnt besonders zur Zeit der Mandelblüte (Januar/Februar).
Höhenprofil:
(bitte auf das Bild klicken für Großansicht)
Karte: Karte (bitte klicken)

 

Stille Fischerbucht im Westen Mallorcas

Ausgangspunkt ist die S-förmige Straßenkurve oberhalb von Banyalbufar. Im Scheitelpunkt der Kurve führt ein breiter Weg sanft bergab zu einem (von der Straße aus noch nicht sichtbaren)Haus, vor dem wir uns rechts halten. Hinter dem Haus zweigt links ein steiler Weg ab, den wir nicht beachten. Wir laufen nun in den schattigen Kiefernwald hinein. Schon kurz darauf gabelt sich der Weg erneut, hier halten wir uns links. Etwa 50 m weiter, hinter der nächsten Kurve, passieren wir ein Eisengatter, das wir hinter uns wieder verschließen. Kurz danach kommen wir wiederum an eine Gabelung, an der wir uns rechts halten.

Der Weg verläuft stets fast auf gleicher Höhe

Der sanfte Abstieg erfolgt beinahe unmerklich. An einer weiteren Gabelung (10 Min. )gehen wir wiederum links. Eine Hilfe bei der Orientierung können orangefarbene Punkte darstellen, die hier und da zur Markierung des Weges an den Felsen angebracht sind. Vorübergehend geht es etwas steiler, später wieder sanfter bergab. Auf dem mit Kiefernnadeln bestreuten Waldboden läuft es sich angenehm. Das Harz der Bäume verströmt einen fast betäubenden Duft. Wir passieren die Ruine eines Kalkofens, die links des Weges steht, und wenig später die Reste eines Hauses zur Rechten. Nach etwa 20 Min. wird der Blick auf das Meer frei, das hier im Westen der Insel häufig windgepeitscht ist. Riesige Felsblöcke säumen den Weg.

Im weiteren Verlauf führt die Route am Fuß einer senkrecht aufragenden Felswand entlang (30 Min. ). 5 Min. später lassen wir diese schon wieder hinter uns. Bizarre, von der Brandung zernagte Küstenfelsen kommen nun tief unter uns in Sicht. Voraus erblicken wir ein großes Haus. Ein schon stark zugewachsener Weg zweigt rechts ab, wir lassen ihn unbeachtet. Kurz darauf gelangen wir an eine X-förmige Kreuzung (40 Min. ), wo wir scharf links abbiegen. Der nun recht breite Weg beschreibt eine enge Rechtskurve, da hinter gelangen wir schon wenig später an eine weitere Gabelung. Wir halten uns auf dem breiten Weg links bergab. Den Landsitz Son Bunyola auf der anderen Talseite will der britische Milliardär Richard Branson zu einem Luxushotel ausbauen – ein umstrittenes Projekt.

Schräg rechts voraus sind an einem bewaldeten Hang schon die Häuser von Port des Canonge zu er kennen. Längere Zeit geht es nun durch lichten Kiefernwald sanft berg ab, wobei wir immer auf dem breiten Weg bleiben. Schließlich stehen wir oberhalb eines Kiesstrandes. Links befindet sich eine kleine Ruine , zu der wir nun, von dem breiten Weg abbiegend, hinuntergehen (1 Std. ). Noch vor der Ruine zweigt rechts ein Weg landeinwärts ab. Er führt uns im Bogen in ein kleines, mit dicken Geröllbrocken übersätes Bachbett hinunter. Diesem folgen wir ein paar Meter meerwärts und steigen dann rechts zu ein paar Holzhütten hinauf. Fischer bringen hier ihre Utensilien unter. Auf einer hölzernen Rampe schieben sie ihre kleinen offenen Boote ins Meer.

Der grobkiesige Strand ist nur bei ruhiger See zum Baden geeignet. Zwischen den ersten beiden Strandhütten verläuft ein Pfad aus dem Tal heraus und weiter an der Küste entlang über ein freies Geländestück auf ein Gebüsch zu, in das ein schmaler, sehr stark zugewachsener Weg hineinführt. Diesem folgen wir, ein weiteres kleines Tal durchquerend, dann gelangen wir auf eine große Freifläche. Zu Ostern kommen die Einheimischen zum traditionellen Picknick hierher.

 
     Die Küste bei Bayabulfar


Quer über die Fläche gehen wir auf eine Tordurchfahrt zu, die mit einer Kette versperrt ist. Dahinter beginnt eine Straße. Auf dieser halten wir uns bergauf und genießen wenige Meter später zur Linken den Blick auf den kleinen Hafen und Strand von Port des Canonge (1. 15 Std. ). Wir gehen weiter aufwärts. Eine nicht asphaltierte Straße zweigt zur Rechten ab, die wir nicht beachten. Wir biegen kurz darauf rechts in die Hauptstraße des kleinen Fischerortes ein, wo sich zwei Restaurants befinden. Diese servieren auf der Terrasse z. B. Paella oder Arroz brut (ein typisches Reisgericht der Balearen), dazu kräftigen Wein, Oliven und Brot.
Nach einer Mittagsund vielleicht Badepause gehen wir auf dem selben Weg zurück zum Ausgangspunkt (3 Std.).

Kommentare (1)

  1. Sven am 08.05.2015
    Hi,
    sind heute die Route gelaufen. Danke dafür, war sehr schön. Das Eisentor ist nun ständig offen. Die Villa mit der Veranda sieht man gar nicht von Palma aus kommend.
    Ein Tipp, bestimmt auch interssant für andere: Die APP ist von mir, habe heut damit für mich ein paar Punkte der Route markiert. Genau dafür ist sie da, damit man sich leicht schöne Plätze merken kann.
    Viele Grüße,
    Sven
    Da nicht ganz klar ist ob die App kostenlos zu haben ist wurde der Link von mir entfernt. Saludos vom Admin

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