Die geschichsträchtige Burgruine Castell de Alaró

Kommt man von Orient führt kurz vor Alaró eine beschilderte Straße hinauf zur Burgruine Castell de Alaró..

Die ersten 4 Kilometer der Serpentinen sind relativ gut befahrbar, wobei die schmale Straße mit ihren engen Kurven schon einiges vom Fahrer verlangt. Man kann auch von Orient aus laufen.

Am Ende der Strecke, kurz vor der Finca "Es Verger", wird die Straße immer schlechter. Sind Sie mit einem 'normalen’ Wagen unterwegs, sollten Sie auf dem Parklplatz bei der Finca parken, sich im urigen Landgasthof stärken und die restliche Strecke zu Fuß zurücklegen.

Bitte nicht in der Sommerhitze gehen,und denken Sie an Wanderschuhe.

Wer meint, der Leihwagen ist für steinige Wege geeignet, kann nach Rücksprache mit dem Wirt des Gasthofes das Tor öffnen und sein Fahrzeug ca. 15 Minuten den steinigen Weg hinauf bis zum nicht sehr großen Parkplatz "Es Pouet" quälen.

Ab da geht s wirklich nur noch zu Fuß weiter. Nach 15 Minuten Marsch einen Treppenaufgang hinauf hat man endlich die Burg erobert. Wer sie vorher schon vom unten gesehen hat, kann es kaum glauben den Aufstieg tatsächlich geschafft zu haben.

Belohnung ist die Aussicht

Südlich schaut man auf den Ort Alaró und über die Ebene Llanura del Centre. Im Norden bauen sich die Gebirgszüge der Serra de Trumuntana vor einem auf.

Die Turm- und Mauerreste des Castells lassen erahnen, dass eine uneinnehmbare Festung hier gestanden hat.

Die einzige Möglichkeit die Burg zu bezwingen war den Belagerten die Versorgungswege abzuschneiden und sie somit auszuhungern.

Wer noch Ausdauer hat, kann  hinauf zur "Ermita de Nostra Senyora del Refugi" wandern. Von der Aussichtsterrasse hat man bei guter Sicht einen Ausblick bis nach Palma. Für die gesamte Besichtigungstour sollte man aufgrund der mühsamen Anfahrt und dem anschließenden Fußweg ca.3 Stunden einplanen

Der Clou ist allerdings dass man in diesem Castillo äußerst abenteuerlich und rustikal übernachten kann: Verbringen Sie eine Nacht im alten Schloßgemäuer!

Für 8, - Euro pro Person können Sie in zellenartigen Mehrbettzimmern schlafen. Es gibt ein Doppelzimmer, 5-, 6-, 8,- und 10-Bettzimmer.

Sie brauchen einen Schlafsack, ein Laken und ein Handtuch - viel mehr sollten Sie auch nicht einpacken. Denken Sie an den steilen Weg!


Je nach Jahreszeit sollte Ihr Schlafsack etwas wärmer sein, denn Heizungen gibt es in den alten Mauern nicht, nur einen Kamin in der Bar, in der Sie auch etwas zu Essen bekommen können. Besonders in weniger warmen Monaten und innerhalb der Woche werden Sie absolute Ruhe in wunderschöner Umgebung genießen.

Auch die kleine Kapelle, die zur Festung gehört ist übrigens sehenswert.



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